Innere vs. äußere Motivation: Der größte Karrierefehler, den viele junge Menschen machen

Lesedauer: 2 Minuten

Wir Menschen streben nach Anerkennung. Schon von klein auf wollen wir von anderen gemocht, gelobt und für unsere Leistung gewürdigt werden. Von unseren Eltern, Lehrern, Freunden – und später auch von unseren Kollegen und Chefs. Warum auch nicht? Anerkennung fühlt sich gut an, macht glücklich und stolz. Doch sie hat auch eine Kehrseite, die im Berufsleben zum Nachteil werden kann. 

Welchen Job will ich machen – und aus welcher Motivation heraus? 

„Folge einfach deiner Leidenschaft.“ Diesen Ratschlag haben vermutlich schon viele junge Leute gehört, die am Anfang ihrer Karriere stehen. Das Problem hierbei: Nicht immer können wir bei der Suche nach unserer Leidenschaft zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation unterscheiden. Intrinsische Motivation ist die innere, aus sich selbst entstehende Motivation. Extrinsische Motivation wird hingegen durch äußere Reize wie Geld oder Lob hervorgerufen.

„Wir neigen dazu, unsere Karriereentscheidungen darauf zu basieren, wie wir denken, dass andere Personen reagieren, wenn wir ihnen unseren Beruf verraten“, schreibt HR-Expertin und Karrierecoach J.T. O’Donnell in einem Gastbeitrag für CNBC. Genau das sei aber der größte Fehler, den Menschen in ihrer Karriere machen. Gerade von ihren jüngeren Kunden und Kundinnen höre sie oft Sätze wie diese:

  • „Ich will meine Eltern glücklich machen, indem ich Arzt werde.“
  • „Mein Freund ist ein erfolgreicher Unternehmer und sein Leben sieht spannend aus – ich will das auch.“
  • „Ich bin glücklich mit jedem Job, so lange es eine bekannte Firma wie Google, Apple oder Microsoft ist.“ 

Studien zeigen aber, dass Personen, die aus intrinsischer Motivation handeln, im Vergleich mit extrinsisch motivierten Personen zufriedener mit ihrer Tätigkeit sind. Zudem verfolgen sie ihre Ziele hartnäckiger, freuen sich mehr, wenn sie diese erreichen, und kommen besser mit Misserfolgen zurecht. Wer in überzogenem Maße nach Anerkennung strebt, stößt im Beruf hingegen relativ schnell auf ein Problem – nämlich dann, wenn sie wegfällt. Zum Beispiel, wenn die eigene Leistung nachlässt, wenn die Unternehmensziele zu hoch gesetzt werden oder wenn eine Führungskraft wechselt. Übrig bleibt dann nur der langweilige und unangenehme Job – und man ist unglücklich. 

Fokussiert euch auf eure intrinsische Motivation

Ihr habt das Gefühl, dass ihr euch zu sehr auf eure extrinsische Motivation stützt, und zu wenig auf die intrinsische? Dann hilft O’Donnell zufolge nur eines: Stellt eure Denkweise auf den Kopf. Fokussiert euch viel stärker auf euch und auf das, was ihr wollt. Das klingt leichter, als es ist – und erfordert einiges an Selbstreflexion. „Hört auf, euch Sorgen darum zu machen, was andere von euch denken könnten, und fokussiert euch stattdessen auf eure Stärken, auf die Aufgaben, die euch Spaß machen, die Fähigkeiten, die ihr zu eurem Vorteil nutzen könnt und die Art Probleme, die ihr gerne löst.“

Die heutige Arbeitswelt ist so flexibel und abwechslungsreich, dass ihr eure Interessen in verschiedenen Jobs ausleben könnt. Wenn ihr gerne schreibt und Geschichten erzählt, könnt ihr zum Beispiel eine Karriere im Journalismus anstreben – aber auch in der Marketing- oder PR-Branche kommt das Schreiben nicht zu kurz. 

Und vergesst nicht: Ihr müsst nicht sofort den perfekten Job finden. Mit den Kompetenzen, die ihr im Laufe eurer Karriere entwickelt, könnt ihr in unterschiedlichen Branchen glänzen und neue Karrierepfade einschlagen. Menschen verändern sich – und mit ihnen auch die Dinge, die sie motivieren. Seid ehrlich zu euch selbst und beschäftigt euch regelmäßig damit, was ihr wirklich wollt. „Ihr könnt keine zufriedenstellende Karriere basierend auf den Wünschen anderer aufbauen“, sagt O’Donnell. „Das schlaueste, was ihr machen könnt, ist, euer eigenes Glück an erste Stelle zu setzen.“


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